Alter

Alter ist weit mehr als eine Zahl – es ist eine soziale Kategorie, die oft mit Erwartungen, Zuschreibungen und Vorurteilen verbunden ist. In der Arbeitswelt entscheidet das Alter nicht selten darüber, wem Kompetenzen zugetraut werden, wer als innovationsfähig gilt oder wer ins Team passt. Altersdiversität zu fördern heißt, diese Denkmuster zu hinterfragen und das Potenzial verschiedener Lebensphasen bewusst als Stärke zu nutzen. Im Sinne einer inklusiven, generationengerechten Unternehmenskultur.

Inhalt

Altersvielfalt wertschätzen – Generationen verbinden

Alter zählt zu den gesetzlich geschützten Vielfaltsdimensionen im Rahmen des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG) und ist ein zentraler Bestandteil der Big 6/7 im Diversity Management. In altersdiversen Teams treffen unterschiedliche Perspektiven, Werte und Erfahrungen aufeinander – das eröffnet Innovationspotenziale und fördert nachhaltige Lösungen. Entscheidend ist, dass Unternehmen nicht nur nebeneinander, sondern miteinander arbeitende Generationen ermöglichen. Durch altersgerechte Arbeitsmodelle, generationenübergreifende Zusammenarbeit und eine Führungskultur, die Lebensphasen respektiert statt bewertet.

Strategisch wirksam wird das Thema insbesondere dann, wenn es in Personalentwicklung, Nachfolgeplanung und New-Work-Strukturen eingebettet ist. Unterstützend wirken Workshops, Tools zur Altersstrukturanalyse, flexible Weiterbildungsangebote und eine kritische Auseinandersetzung mit Age Bias in internen Prozessen.

Fazit Altersvielfalt ist ein Gewinn für Unternehmen, wenn sie aktiv gestaltet wird. Wer Altersgrenzen aufbricht und stereotype Denkmuster hinterfragt, schafft Räume, in denen Menschen aller Generationen ihre Stärken entfalten können. Altersbewusstes Diversity Management bedeutet, gleiche Chancen zu bieten – unabhängig davon, ob jemand Berufseinsteiger:in oder kurz vor dem Ruhestand steht. Es stärkt den Wissenstransfer, reduziert Generationskonflikte und macht Unternehmen zukunftsfähiger. Denn Wertschätzung kennt kein Alter.

Wie gelingt generationenübergreifende Zusammenarbeit in der Praxis? In unserem Workshop reflektieren die Teilnehmenden Altersbilder, erkennen strukturelle Benachteiligungen und entwickeln konkrete Ideen für eine altersgerechte, inklusive Arbeitskultur. Hier erhalten Sie weitere Informationen.

Mathilde Berhault

Antonia Geßlein

Junior Consultant

Ich habe Integrative Gesundheitsförderung studiert und absolviere aktuell meinen Master in Diversitätsmanagement. In meiner Arbeit verbinde ich wissenschaftliche Erkenntnisse mit einer Diversity-Perspektive, um Strukturen und Prozesse inklusiver und zugänglicher zu gestalten. Mir ist wichtig, komplexe Themen verständlich zu vermitteln und praxisnahe Lösungen zu entwickeln, die Menschen und Organisationen gleichermaßen weiterbringen.

Was bedeutet Vielfalt für dich im Arbeitskontext?

"Mich motiviert die Frage, wie Organisationen Rahmenbedingungen schaffen können, in denen unterschiedliche Menschen wirklich gleiche Chancen haben. Fairness bedeutet für mich, strukturelle Barrieren zu erkennen und Entscheidungen so zu gestalten, dass sie transparent, gerecht und für alle zugänglich sind. Gleichzeitig gehört dazu, dass sich Menschen sicher, respektiert und gesund fühlen können."

Pauline Thurn

Pauline Thurn

Senior Consultant

Pauline verfügt über einen Hintergrund in Politikwissenschaft, Soziologie und Diversitätsmanagement. Ihre Masterarbeit im Diversity Controlling hat ihre Perspektive auf Vielfalt in Organisationen geprägt.
Seitdem arbeitet sie an der Schnittstelle von Recruiting und Diversity und legt großen Wert auf faire, transparente und chancengerechte Prozesse. In D&I-Workshops verbindet sie Praxiswissen mit einer
fundierten Diversity-Perspektive.

Was bedeutet Diversität für dich in der Zusammenarbeit mit Menschen?

Diversität bedeutet für mich, Menschen in ihrer ganzen Individualität wahrzunehmen und ihnen mit echter Offenheit, Unvoreingenommenheit und ehrlichem Interesse zu begegnen.
Ich finde es wichtig, unterschiedliche Lebenswege und Hintergründe nicht zu bewerten, sondern wertzuschätzen – gerade dann, wenn sie von gängigen Normen abweichen. Mich treibt an, Barrieren sichtbar zu machen und Räume zu schaffen, in denen unterschiedliche Perspektiven ernst genommen und respektiert werden. Vielfalt zu fördern und zu leben ist für mich vor allem eine Haltung: aktives Zuhören, Verstehen und gemeinsam wachsen.

Catharina Crasser

Catharina Crasser

Lead Consultant

Catharina Crasser ist Lead Consultant bei D² - Denkfabrik Diversität. Ihre Expertise umfasst die aktuelle Diversitätsforschung mit Schwerpunkt Gender sowie die Ausarbeitung von Diversitätskonzepten im Kontext von Intersektionalität. Nach ihrem Bachelorabschluss in Political and Social Studies studierte sie im Masterstudiengang ‚Diversitätsmanagement, Religion und Bildung‘ an der Universität Würzburg. Neben ihrer hauptberuflichen Tätigkeit in der Denkfabrik ist sie als externe Dozentin für unterschiedliche Seminare in diesem Masterstudiengang tätig.

Was macht deine Arbeit (besonders) interessant?

"Es macht mir Spaß, das Thema auf so viele verschiedene Arten an unterschiedliche Leute heranzutragen. Das Spannende ist, mit Ideen und Methoden an manchen Stellen auf Anklang zu stoßen und an anderen mit einer ähnlichen Idee kläglich zu scheitern. Es geht vor allem darum, die Perspektive meines Gegenübers mit seinen Bedarfen zu verstehen und kreativ passende Konzepte zu entwickeln."

Henning Albers

Henning Albers

Geschäftsführer

Henning hat einen Abschluss als Diplombetriebswirt (FH) mit Schwerpunkten Logistik und Personalmanagement. Er verfügt über mehr als 15 Jahre Erfahrung in Human Resources in verschiedenen nationalen und internationalen generalistischen Führungsrollen mit Verantwortung für europäische und/oder asiatische Länder. Im Februar 2023 gründete er ALBERS ADVISORY, ein Beratungsunternehmen die umfassende und nachhaltige HR-Lösungen für Unternehmen schafft. Zum 01. Januar 2026 übernahm ALBERS ADVISORY die Denkfabrik Diversität.

Welche Rolle spielt Diversität in deinem Beratungsansatz?

"In dem wir als Brückenbauer verständlich machen, dass Menschen ihr volles Potential ausschöpfen wollen und dieses Potential ganz unterschiedlich und einzigartig ist, schaffen wir Möglichkeiten, wo es vorher vielleicht keine gab. Indem wir dabei helfen, dass Menschen mit ihrem ganzen Ich zur Arbeit kommen können, können sie sich entfalten und so zum langfristigen Erfolg von Unternehmungen beitragen. Verständnis schaffen, neue Perspektiven einbringen, den Menschen in den Mittelpunkt stellen und damit Win-Win Situationen entstehen lassen, treibt mich an."