Behinderung

Der Begriff Behinderung wird häufig mit einer körperlichen, geistigen oder seelischen Beeinträchtigung gleichgesetzt – doch im heutigen Verständnis geht er darüber hinaus. Im Mittelpunkt steht die Wechselwirkung zwischen individuellen Einschränkungen und gesellschaftlichen Barrieren: Menschen sind nicht per se behindert – sie werden es durch Strukturen, die Teilhabe verhindern. Im Kontext von Diversität & Inklusion macht das einen Perspektivwechsel erforderlich, die insbesondere, das Umfeld in den Blick nimmt. Es geht weniger um Defizite, sondern vielmehr um die Schaffung inklusiver Bedingungen, die allen eine gleichberechtigte Teilnahme ermöglichen.

Inhalt

Behinderung im Kontext von Diversity & Inclusion

Im Sinne einer ganzheitlichen Diversity & Inclusion (D&I) Strategie ist es entscheidend, den Blick auf Behinderung zu weiten. Nicht die individuelle Beeinträchtigung steht im Vordergrund, sondern die gesellschaftlichen, institutionellen und strukturellen Barrieren, die gleichberechtigte Teilhabe erschweren. Dieses Verständnis spiegelt sich auch im Übereinkommen der Vereinten Nationen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen (UN-BRK) wider, das in Deutschland geltendes Recht ist. Es verpflichtet Staat, Gesellschaft und insbesondere Arbeitgeber:innen dazu, inklusive Strukturen zu schaffen und Diskriminierung aktiv abzubauen.

Inklusion bedeutet mehr als Rampen und Aufzüge

Barrierefreiheit umfasst weit mehr als die bauliche Gestaltung von Arbeitsplätzen. Sie betrifft digitale Tools, interne Kommunikationswege, Bewerbungsprozesse, Weiterbildungen und soziale Interaktion. Ein barrierefreier Arbeitsplatz ist einer, an dem alle Mitarbeitenden unabhängig von Einschränkungen selbstbestimmt arbeiten können. Technische Hilfsmittel, flexible Arbeitsmodelle und individuelle Unterstützungsmaßnahmen sind ebenso entscheidend wie eine offene, diskriminierungskritische Unternehmenskultur.

Besonders Führungskräfte und HR-Verantwortliche haben hier eine Schlüsselrolle. Sie können gezielt Maßnahmen anstoßen, von der Schulung der Belegschaft über inklusive Sprache bis hin zur Berücksichtigung von Barrierefreiheit in Audits, KPIs oder der ISO 30415. Tools wie der Diversity Navigator, individuelle Beratung oder strukturierte Workshops unterstützen dabei, systematisch Veränderung zu ermöglichen.

Fazit Behinderung ist kein Randthema, sondern ein zentrales Element nachhaltiger Inklusion und gelebter Vielfalt in Organisationen. Wer Barrieren abbaut – physisch, digital und kulturell – schafft Raum für Teilhabe, Innovation und Gerechtigkeit. Eine inklusive Unternehmenskultur erkennt an, dass Vielfalt nicht trotz, sondern gerade durch Unterschiedlichkeit entsteht.

In unserem Workshop zum Thema Behinderung - "Barrieren abbauen - Inklusion leben“ lernen Sie praxisnah, wie Sie Barrieren identifizieren, abbauen und ein inklusives Arbeitsumfeld für Menschen mit Behinderungen gestalten. Dabei steht im Fokus, Inklusion nicht nur als Ziel, sondern als gelebten Alltag zu etablieren – für mehr Chancengleichheit, Wertschätzung und Diversität im Unternehmen.

Mathilde Berhault

Antonia Geßlein

Junior Consultant

Ich habe Integrative Gesundheitsförderung studiert und absolviere aktuell meinen Master in Diversitätsmanagement. In meiner Arbeit verbinde ich wissenschaftliche Erkenntnisse mit einer Diversity-Perspektive, um Strukturen und Prozesse inklusiver und zugänglicher zu gestalten. Mir ist wichtig, komplexe Themen verständlich zu vermitteln und praxisnahe Lösungen zu entwickeln, die Menschen und Organisationen gleichermaßen weiterbringen.

Was bedeutet Vielfalt für dich im Arbeitskontext?

"Mich motiviert die Frage, wie Organisationen Rahmenbedingungen schaffen können, in denen unterschiedliche Menschen wirklich gleiche Chancen haben. Fairness bedeutet für mich, strukturelle Barrieren zu erkennen und Entscheidungen so zu gestalten, dass sie transparent, gerecht und für alle zugänglich sind. Gleichzeitig gehört dazu, dass sich Menschen sicher, respektiert und gesund fühlen können."

Pauline Thurn

Pauline Thurn

Senior Consultant

Pauline verfügt über einen Hintergrund in Politikwissenschaft, Soziologie und Diversitätsmanagement. Ihre Masterarbeit im Diversity Controlling hat ihre Perspektive auf Vielfalt in Organisationen geprägt.
Seitdem arbeitet sie an der Schnittstelle von Recruiting und Diversity und legt großen Wert auf faire, transparente und chancengerechte Prozesse. In D&I-Workshops verbindet sie Praxiswissen mit einer
fundierten Diversity-Perspektive.

Was bedeutet Diversität für dich in der Zusammenarbeit mit Menschen?

Diversität bedeutet für mich, Menschen in ihrer ganzen Individualität wahrzunehmen und ihnen mit echter Offenheit, Unvoreingenommenheit und ehrlichem Interesse zu begegnen.
Ich finde es wichtig, unterschiedliche Lebenswege und Hintergründe nicht zu bewerten, sondern wertzuschätzen – gerade dann, wenn sie von gängigen Normen abweichen. Mich treibt an, Barrieren sichtbar zu machen und Räume zu schaffen, in denen unterschiedliche Perspektiven ernst genommen und respektiert werden. Vielfalt zu fördern und zu leben ist für mich vor allem eine Haltung: aktives Zuhören, Verstehen und gemeinsam wachsen.

Catharina Crasser

Catharina Crasser

Lead Consultant

Catharina Crasser ist Lead Consultant bei D² - Denkfabrik Diversität. Ihre Expertise umfasst die aktuelle Diversitätsforschung mit Schwerpunkt Gender sowie die Ausarbeitung von Diversitätskonzepten im Kontext von Intersektionalität. Nach ihrem Bachelorabschluss in Political and Social Studies studierte sie im Masterstudiengang ‚Diversitätsmanagement, Religion und Bildung‘ an der Universität Würzburg. Neben ihrer hauptberuflichen Tätigkeit in der Denkfabrik ist sie als externe Dozentin für unterschiedliche Seminare in diesem Masterstudiengang tätig.

Was macht deine Arbeit (besonders) interessant?

"Es macht mir Spaß, das Thema auf so viele verschiedene Arten an unterschiedliche Leute heranzutragen. Das Spannende ist, mit Ideen und Methoden an manchen Stellen auf Anklang zu stoßen und an anderen mit einer ähnlichen Idee kläglich zu scheitern. Es geht vor allem darum, die Perspektive meines Gegenübers mit seinen Bedarfen zu verstehen und kreativ passende Konzepte zu entwickeln."

Henning Albers

Henning Albers

Geschäftsführer

Henning hat einen Abschluss als Diplombetriebswirt (FH) mit Schwerpunkten Logistik und Personalmanagement. Er verfügt über mehr als 15 Jahre Erfahrung in Human Resources in verschiedenen nationalen und internationalen generalistischen Führungsrollen mit Verantwortung für europäische und/oder asiatische Länder. Im Februar 2023 gründete er ALBERS ADVISORY, ein Beratungsunternehmen die umfassende und nachhaltige HR-Lösungen für Unternehmen schafft. Zum 01. Januar 2026 übernahm ALBERS ADVISORY die Denkfabrik Diversität.

Welche Rolle spielt Diversität in deinem Beratungsansatz?

"In dem wir als Brückenbauer verständlich machen, dass Menschen ihr volles Potential ausschöpfen wollen und dieses Potential ganz unterschiedlich und einzigartig ist, schaffen wir Möglichkeiten, wo es vorher vielleicht keine gab. Indem wir dabei helfen, dass Menschen mit ihrem ganzen Ich zur Arbeit kommen können, können sie sich entfalten und so zum langfristigen Erfolg von Unternehmungen beitragen. Verständnis schaffen, neue Perspektiven einbringen, den Menschen in den Mittelpunkt stellen und damit Win-Win Situationen entstehen lassen, treibt mich an."