Feedback

Feedback ist eine Form der Rückmeldung, die eine Person oder ein Team zu Handlungen, Ergebnissen oder Verhaltensweisen erhält, häufig im beruflichen Kontext, aber auch in der Bildungsarbeit, in Gruppenprozessen oder im alltäglichen Miteinander. Feedback zielt darauf ab, Wahrnehmung zu teilen, Lernprozesse zu fördern und Veränderungen anzustoßen.

Es kann sowohl positiv (bestärkend) als auch kritisch (konstruktiv-korrigierend) sein und findet idealerweise auf eine respektvolle, wertschätzende und lösungsorientierte Weise statt. In agilen Arbeitskontexten ist Feedback ein zentrales Element, um Prozesse iterativ zu verbessern und die Zusammenarbeit kontinuierlich zu entwickeln.

Inhalt

Formen und Anlässe für Feedback

Feedback kann auf vielfältige Weise erfolgen:

  • Mündlich oder schriftlich
  • Spontan oder strukturiert
  • Einzeln oder in Gruppen

Typische Anlässe für Feedback sind Projektabschlüsse, Team- oder Entwicklungsgespräche, Retrospektiven oder der Arbeitsalltag selbst. In agilen Teams ist Feedback oft Bestandteil wiederkehrender Formate wie Weeklies, Reviews oder Retrospektiven – dort wird es als gemeinsames Lernwerkzeug verstanden und nicht als Bewertung.

Gutes Feedback geben – und empfangen

Damit Feedback wirksam ist, kommt es auf die richtige Haltung und Methodik an. Es sollte klar und nachvollziehbar formuliert sein und sich auf konkretes, beobachtbares Verhalten beziehen. Gleichzeitig ist ein respektvoller Umgang auf Augenhöhe entscheidend, Rückmeldungen dürfen nicht abwertend oder überheblich wirken. Ziel von Feedback ist es, Entwicklung zu fördern, Probleme konstruktiv zu adressieren und gemeinsames Lernen zu ermöglichen. Dabei sollte Feedback stets als Dialog verstanden werden, nicht als einseitiges Urteil. Ebenso wichtig wie das Geben ist das Annehmen von Feedback. Eine offene Haltung, die Bereitschaft zur Selbstreflexion und der Wunsch zur Weiterentwicklung bilden die Grundlage für einen lebendigen, lernorientierten Austausch.

Relevanz für Diversity & Inclusion

Im Kontext von Diversity & Inclusion kann Feedback eine wichtige Brücke zwischen Wahrnehmung, Empathie und Veränderung sein. Es ermöglicht, Ausschlüsse oder diskriminierende Erfahrungen sichtbar zu machen, verzerrte Wahrnehmungen aufzudecken und Verhaltensänderungen anzuregen – vorausgesetzt, es geschieht in einem geschützten und wertschätzenden Rahmen.

In diversen Teams kann Feedback z. B. helfen, folgende Fragen zu reflektieren:

  • Fühlen sich alle gehört und ernst genommen?
  • Wird Sprache inklusiv verwendet?
  • Wo entstehen ungewollte Ausschlüsse oder Hürden?
  • Welche Dynamiken brauchen Aufmerksamkeit?

Bewusst gestaltetes Feedback kann so zu einem Instrument für Empowerment, Teilhabe und gerechtere Zusammenarbeit werden, gerade in Teams mit unterschiedlichen Perspektiven, Erfahrungen und Hintergründen.

Fazit Feedback ist ein zentrales Element gelingender Zusammenarbeit, besonders in agilen und diversen Teams. Es hilft, Missverständnisse zu klären, Vertrauen zu stärken, Leistung zu verbessern und inklusives Miteinander aktiv zu gestalten. Damit es sein Potenzial entfalten kann, braucht es einen respektvollen Rahmen, klare Kommunikation und die Bereitschaft, voneinander zu lernen. Feedback ist kein Urteil, sondern eine Einladung zum Dialog und zur gemeinsamen Weiterentwicklung.

Mathilde Berhault

Antonia Geßlein

Junior Consultant

Ich habe Integrative Gesundheitsförderung studiert und absolviere aktuell meinen Master in Diversitätsmanagement. In meiner Arbeit verbinde ich wissenschaftliche Erkenntnisse mit einer Diversity-Perspektive, um Strukturen und Prozesse inklusiver und zugänglicher zu gestalten. Mir ist wichtig, komplexe Themen verständlich zu vermitteln und praxisnahe Lösungen zu entwickeln, die Menschen und Organisationen gleichermaßen weiterbringen.

Was bedeutet Vielfalt für dich im Arbeitskontext?

"Mich motiviert die Frage, wie Organisationen Rahmenbedingungen schaffen können, in denen unterschiedliche Menschen wirklich gleiche Chancen haben. Fairness bedeutet für mich, strukturelle Barrieren zu erkennen und Entscheidungen so zu gestalten, dass sie transparent, gerecht und für alle zugänglich sind. Gleichzeitig gehört dazu, dass sich Menschen sicher, respektiert und gesund fühlen können."

Pauline Thurn

Pauline Thurn

Senior Consultant

Pauline verfügt über einen Hintergrund in Politikwissenschaft, Soziologie und Diversitätsmanagement. Ihre Masterarbeit im Diversity Controlling hat ihre Perspektive auf Vielfalt in Organisationen geprägt.
Seitdem arbeitet sie an der Schnittstelle von Recruiting und Diversity und legt großen Wert auf faire, transparente und chancengerechte Prozesse. In D&I-Workshops verbindet sie Praxiswissen mit einer
fundierten Diversity-Perspektive.

Was bedeutet Diversität für dich in der Zusammenarbeit mit Menschen?

Diversität bedeutet für mich, Menschen in ihrer ganzen Individualität wahrzunehmen und ihnen mit echter Offenheit, Unvoreingenommenheit und ehrlichem Interesse zu begegnen.
Ich finde es wichtig, unterschiedliche Lebenswege und Hintergründe nicht zu bewerten, sondern wertzuschätzen – gerade dann, wenn sie von gängigen Normen abweichen. Mich treibt an, Barrieren sichtbar zu machen und Räume zu schaffen, in denen unterschiedliche Perspektiven ernst genommen und respektiert werden. Vielfalt zu fördern und zu leben ist für mich vor allem eine Haltung: aktives Zuhören, Verstehen und gemeinsam wachsen.

Catharina Crasser

Catharina Crasser

Lead Consultant

Catharina Crasser ist Lead Consultant bei D² - Denkfabrik Diversität. Ihre Expertise umfasst die aktuelle Diversitätsforschung mit Schwerpunkt Gender sowie die Ausarbeitung von Diversitätskonzepten im Kontext von Intersektionalität. Nach ihrem Bachelorabschluss in Political and Social Studies studierte sie im Masterstudiengang ‚Diversitätsmanagement, Religion und Bildung‘ an der Universität Würzburg. Neben ihrer hauptberuflichen Tätigkeit in der Denkfabrik ist sie als externe Dozentin für unterschiedliche Seminare in diesem Masterstudiengang tätig.

Was macht deine Arbeit (besonders) interessant?

"Es macht mir Spaß, das Thema auf so viele verschiedene Arten an unterschiedliche Leute heranzutragen. Das Spannende ist, mit Ideen und Methoden an manchen Stellen auf Anklang zu stoßen und an anderen mit einer ähnlichen Idee kläglich zu scheitern. Es geht vor allem darum, die Perspektive meines Gegenübers mit seinen Bedarfen zu verstehen und kreativ passende Konzepte zu entwickeln."

Henning Albers

Henning Albers

Geschäftsführer

Henning hat einen Abschluss als Diplombetriebswirt (FH) mit Schwerpunkten Logistik und Personalmanagement. Er verfügt über mehr als 15 Jahre Erfahrung in Human Resources in verschiedenen nationalen und internationalen generalistischen Führungsrollen mit Verantwortung für europäische und/oder asiatische Länder. Im Februar 2023 gründete er ALBERS ADVISORY, ein Beratungsunternehmen die umfassende und nachhaltige HR-Lösungen für Unternehmen schafft. Zum 01. Januar 2026 übernahm ALBERS ADVISORY die Denkfabrik Diversität.

Welche Rolle spielt Diversität in deinem Beratungsansatz?

"In dem wir als Brückenbauer verständlich machen, dass Menschen ihr volles Potential ausschöpfen wollen und dieses Potential ganz unterschiedlich und einzigartig ist, schaffen wir Möglichkeiten, wo es vorher vielleicht keine gab. Indem wir dabei helfen, dass Menschen mit ihrem ganzen Ich zur Arbeit kommen können, können sie sich entfalten und so zum langfristigen Erfolg von Unternehmungen beitragen. Verständnis schaffen, neue Perspektiven einbringen, den Menschen in den Mittelpunkt stellen und damit Win-Win Situationen entstehen lassen, treibt mich an."