Schwerbehinderung

Eine Schwerbehinderung liegt vor, wenn eine Person durch körperliche, geistige oder seelische Beeinträchtigungen dauerhaft und erheblich in ihrem Alltagsleben eingeschränkt ist. In Deutschland wird eine Schwerbehinderung durch das Versorgungsamt anerkannt, wenn der Grad der Behinderung (GdB) mindestens 50 beträgt. Personen mit einer Schwerbehinderung haben besondere Rechte und Ansprüche, die ihre gesellschaftliche Teilhabe und Lebensqualität unterstützen sollen. Diese umfassen beispielsweise steuerliche Vergünstigungen, Nachteilsausgleiche in Bildung und Beruf sowie besonderen Kündigungsschutz und Anpassungen am Arbeitsplatz.

Inhalt

Schwerbehinderung und Chancengleichheit im Rahmen von Diversität und Inklusion

Die Anerkennung von Schwerbehinderung ist entscheidend für Chancengleichheit und eine inklusive Gesellschaft. Menschen mit Schwerbehinderung sollen die gleichen Rechte, Möglichkeiten und Teilhabechancen erhalten – ob in der Bildung, im Beruf oder im sozialen Leben. Im Rahmen von Diversität und Inklusion wird Schwerbehinderung als eine Dimension menschlicher Vielfalt angesehen, die es wert ist, anerkannt und gefördert zu werden. Während Diversität bedeutet, Unterschiede zwischen Menschen zu schätzen und wertzuschätzen, sorgt Inklusion dafür, dass diese Unterschiede nicht zu Diskriminierung oder Ausgrenzung führen.

Ziel ist es, Menschen mit Schwerbehinderung aktiv und gleichberechtigt am gesellschaftlichen Leben teilhaben zu lassen. In Deutschland bildet das Sozialgesetzbuch (SGB IX) eine rechtliche Grundlage für die Unterstützung von Menschen mit Schwerbehinderung, etwa durch besondere Arbeitsbedingungen, barrierefreie Zugänge und Hilfsmittel. International setzt die UN-Behindertenrechtskonvention wichtige Standards für die Anerkennung und Durchsetzung der Rechte von Menschen mit Behinderung und fordert die Entwicklung einer Gesellschaft, die allen Menschen – unabhängig von individuellen Einschränkungen – gleiche Chancen bietet.

Schwerbehinderung und die Arbeitswelt

Im Berufsleben haben Menschen mit Schwerbehinderung besondere Rechte, um Diskriminierung zu verhindern und ihre beruflichen Fähigkeiten gleichberechtigt entfalten zu können. Zu den Maßnahmen gehören Anpassungen wie barrierefreie Zugänge, flexible Arbeitszeiten und technische Hilfsmittel. Arbeitgeber:innen sind verpflichtet, Arbeitsbedingungen so zu gestalten, dass Menschen mit Schwerbehinderung ihre Aufgaben genauso gut ausführen können wie ihre Kolleg:innen ohne Beeinträchtigung. Dies trägt zur Schaffung eines inklusiveren Arbeitsmarkts und einer gerechteren Gesellschaft bei.

Fazit Die Anerkennung und Integration von Menschen mit Schwerbehinderung ist ein wesentlicher Bestandteil einer inklusiven und gerechten Gesellschaft. Indem die Vielfalt menschlicher Erfahrungen respektiert und allen Menschen den Zugang zu sämtlichen Lebensbereichen ermöglicht wird, kann ein Umfeld geschaffen werden, in dem alle Menschen – unabhängig von körperlichen oder geistigen Beeinträchtigungen – gleichberechtigt leben und arbeiten können. Schwerbehinderung ist damit nicht nur eine Frage des individuellen Wohlbefindens, sondern auch ein zentraler Aspekt gesellschaftlicher Diversität und Inklusion.

Mathilde Berhault

Antonia Geßlein

Junior Consultant

Ich habe Integrative Gesundheitsförderung studiert und absolviere aktuell meinen Master in Diversitätsmanagement. In meiner Arbeit verbinde ich wissenschaftliche Erkenntnisse mit einer Diversity-Perspektive, um Strukturen und Prozesse inklusiver und zugänglicher zu gestalten. Mir ist wichtig, komplexe Themen verständlich zu vermitteln und praxisnahe Lösungen zu entwickeln, die Menschen und Organisationen gleichermaßen weiterbringen.

Was bedeutet Vielfalt für dich im Arbeitskontext?

"Mich motiviert die Frage, wie Organisationen Rahmenbedingungen schaffen können, in denen unterschiedliche Menschen wirklich gleiche Chancen haben. Fairness bedeutet für mich, strukturelle Barrieren zu erkennen und Entscheidungen so zu gestalten, dass sie transparent, gerecht und für alle zugänglich sind. Gleichzeitig gehört dazu, dass sich Menschen sicher, respektiert und gesund fühlen können."

Pauline Thurn

Pauline Thurn

Senior Consultant

Pauline verfügt über einen Hintergrund in Politikwissenschaft, Soziologie und Diversitätsmanagement. Ihre Masterarbeit im Diversity Controlling hat ihre Perspektive auf Vielfalt in Organisationen geprägt.
Seitdem arbeitet sie an der Schnittstelle von Recruiting und Diversity und legt großen Wert auf faire, transparente und chancengerechte Prozesse. In D&I-Workshops verbindet sie Praxiswissen mit einer
fundierten Diversity-Perspektive.

Was bedeutet Diversität für dich in der Zusammenarbeit mit Menschen?

Diversität bedeutet für mich, Menschen in ihrer ganzen Individualität wahrzunehmen und ihnen mit echter Offenheit, Unvoreingenommenheit und ehrlichem Interesse zu begegnen.
Ich finde es wichtig, unterschiedliche Lebenswege und Hintergründe nicht zu bewerten, sondern wertzuschätzen – gerade dann, wenn sie von gängigen Normen abweichen. Mich treibt an, Barrieren sichtbar zu machen und Räume zu schaffen, in denen unterschiedliche Perspektiven ernst genommen und respektiert werden. Vielfalt zu fördern und zu leben ist für mich vor allem eine Haltung: aktives Zuhören, Verstehen und gemeinsam wachsen.

Catharina Crasser

Catharina Crasser

Lead Consultant

Catharina Crasser ist Lead Consultant bei D² - Denkfabrik Diversität. Ihre Expertise umfasst die aktuelle Diversitätsforschung mit Schwerpunkt Gender sowie die Ausarbeitung von Diversitätskonzepten im Kontext von Intersektionalität. Nach ihrem Bachelorabschluss in Political and Social Studies studierte sie im Masterstudiengang ‚Diversitätsmanagement, Religion und Bildung‘ an der Universität Würzburg. Neben ihrer hauptberuflichen Tätigkeit in der Denkfabrik ist sie als externe Dozentin für unterschiedliche Seminare in diesem Masterstudiengang tätig.

Was macht deine Arbeit (besonders) interessant?

"Es macht mir Spaß, das Thema auf so viele verschiedene Arten an unterschiedliche Leute heranzutragen. Das Spannende ist, mit Ideen und Methoden an manchen Stellen auf Anklang zu stoßen und an anderen mit einer ähnlichen Idee kläglich zu scheitern. Es geht vor allem darum, die Perspektive meines Gegenübers mit seinen Bedarfen zu verstehen und kreativ passende Konzepte zu entwickeln."

Henning Albers

Henning Albers

Geschäftsführer

Henning hat einen Abschluss als Diplombetriebswirt (FH) mit Schwerpunkten Logistik und Personalmanagement. Er verfügt über mehr als 15 Jahre Erfahrung in Human Resources in verschiedenen nationalen und internationalen generalistischen Führungsrollen mit Verantwortung für europäische und/oder asiatische Länder. Im Februar 2023 gründete er ALBERS ADVISORY, ein Beratungsunternehmen die umfassende und nachhaltige HR-Lösungen für Unternehmen schafft. Zum 01. Januar 2026 übernahm ALBERS ADVISORY die Denkfabrik Diversität.

Welche Rolle spielt Diversität in deinem Beratungsansatz?

"In dem wir als Brückenbauer verständlich machen, dass Menschen ihr volles Potential ausschöpfen wollen und dieses Potential ganz unterschiedlich und einzigartig ist, schaffen wir Möglichkeiten, wo es vorher vielleicht keine gab. Indem wir dabei helfen, dass Menschen mit ihrem ganzen Ich zur Arbeit kommen können, können sie sich entfalten und so zum langfristigen Erfolg von Unternehmungen beitragen. Verständnis schaffen, neue Perspektiven einbringen, den Menschen in den Mittelpunkt stellen und damit Win-Win Situationen entstehen lassen, treibt mich an."