AGG

Das Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz (AGG): Das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) ist ein zentrales Gesetz zur Förderung von Chancengleichheit und zum Schutz vor Diskriminierung in Deutschland. Es trat 2006 in Kraft und setzt wesentliche EU-Antidiskriminierungsrichtlinien in nationales Recht um. Ziel des AGG ist es, Benachteiligungen wegen Ethnischer Herkunft & Nationalität, Geschlecht, Behinderung, Religion & Weltanschauung, Alter sowie sexueller Identität zu verhindern und zu beseitigen

Inhalt

Förderung von Vielfalt und Chancengleichheit

Das AGG findet Anwendung im Arbeitsrecht sowie beim Zugang zu Gütern und Dienstleistungen. Arbeitgeber:innen sind verpflichtet, ein diskriminierungsfreies Arbeitsumfeld zu schaffen und aktiv gegen Verstöße vorzugehen. Auch Bewerber:innen profitieren vom AGG, da es gleiche Chancen im Einstellungsprozess sicherstellt.

Das AGG fordert von Unternehmen nicht nur das Verhindern von Diskriminierung, sondern auch aktives Handeln zur Schaffung fairer Bedingungen. Dies umfasst unter anderem D&I-Schulungen, transparente Einstellungsprozesse und Maßnahmen zur Meldung von Diskriminierungsfällen.

Das AGG als Grundlage für D&I-Initiativen

Das AGG bildet die rechtliche Grundlage für die Förderung von Vielfalt und die Gewährleistung von Inklusion. Es unterstützt Unternehmen dabei, eine respektvolle und gerechte Unternehmenskultur zu etablieren. Durch das AGG sind Organisationen verpflichtet, Diskriminierung zu verhindern und Strukturen zu schaffen, die Diversität anerkennen und fördern.

Vorteile der Einbindung des AGG in D&I-Strategien:

  • Erweiterte Talentakquise: Eine diskriminierungsfreie Arbeitsumgebung ermöglicht es Unternehmen, auf ein breiteres Spektrum an Talenten zuzugreifen.
  • Stärkere Mitarbeitendenbindung: Ein respektvolles und inklusives Arbeitsklima fördert die Loyalität und langfristige Bindung der Mitarbeitenden.
  • Verbessertes Unternehmensimage: Eine ausgeprägte inklusive Unternehmenskultur stärkt das Ansehen des Unternehmens und macht es sowohl für Kund:innen als auch für potenzielle Bewerber:innen attraktiver.
  • Rechtliche Absicherung: Unternehmen schützen sich vor rechtlichen Risiken, indem sie die gesetzlichen Anforderungen aktiv umsetzen und Diskriminierung vorbeugen.

Diese Vorteile ermöglichen es Unternehmen nicht nur, ihre rechtlichen Pflichten zu erfüllen, sondern auch ihre Wettbewerbsfähigkeit zu steigern.

Fazit Das AGG ist mehr als nur ein rechtliches Instrument – es ist ein wichtiger Baustein für die Schaffung einer inklusiven und zukunftsfähigen Unternehmenskultur. Unternehmen, die das AGG in ihre D&I-Strategien integrieren, setzen ein starkes Zeichen für Chancengleichheit und positionieren sich als verantwortungsbewusste Arbeitgeber:innen. Durch gezielte D&I-Initiativen können Organisationen nicht nur rechtliche Risiken minimieren, sondern auch nachhaltig von einer vielfältigen und inklusiven Belegschaft profitieren.

Mathilde Berhault

Antonia Geßlein

Junior Consultant

Ich habe Integrative Gesundheitsförderung studiert und absolviere aktuell meinen Master in Diversitätsmanagement. In meiner Arbeit verbinde ich wissenschaftliche Erkenntnisse mit einer Diversity-Perspektive, um Strukturen und Prozesse inklusiver und zugänglicher zu gestalten. Mir ist wichtig, komplexe Themen verständlich zu vermitteln und praxisnahe Lösungen zu entwickeln, die Menschen und Organisationen gleichermaßen weiterbringen.

Was bedeutet Vielfalt für dich im Arbeitskontext?

"Mich motiviert die Frage, wie Organisationen Rahmenbedingungen schaffen können, in denen unterschiedliche Menschen wirklich gleiche Chancen haben. Fairness bedeutet für mich, strukturelle Barrieren zu erkennen und Entscheidungen so zu gestalten, dass sie transparent, gerecht und für alle zugänglich sind. Gleichzeitig gehört dazu, dass sich Menschen sicher, respektiert und gesund fühlen können."

Pauline Thurn

Pauline Thurn

Senior Consultant

Pauline verfügt über einen Hintergrund in Politikwissenschaft, Soziologie und Diversitätsmanagement. Ihre Masterarbeit im Diversity Controlling hat ihre Perspektive auf Vielfalt in Organisationen geprägt.
Seitdem arbeitet sie an der Schnittstelle von Recruiting und Diversity und legt großen Wert auf faire, transparente und chancengerechte Prozesse. In D&I-Workshops verbindet sie Praxiswissen mit einer
fundierten Diversity-Perspektive.

Was bedeutet Diversität für dich in der Zusammenarbeit mit Menschen?

Diversität bedeutet für mich, Menschen in ihrer ganzen Individualität wahrzunehmen und ihnen mit echter Offenheit, Unvoreingenommenheit und ehrlichem Interesse zu begegnen.
Ich finde es wichtig, unterschiedliche Lebenswege und Hintergründe nicht zu bewerten, sondern wertzuschätzen – gerade dann, wenn sie von gängigen Normen abweichen. Mich treibt an, Barrieren sichtbar zu machen und Räume zu schaffen, in denen unterschiedliche Perspektiven ernst genommen und respektiert werden. Vielfalt zu fördern und zu leben ist für mich vor allem eine Haltung: aktives Zuhören, Verstehen und gemeinsam wachsen.

Catharina Crasser

Catharina Crasser

Lead Consultant

Catharina Crasser ist Senior Beraterin und Mitgründerin von D² – Denkfabrik Diversität. Ihre Expertise umfasst die aktuelle Diversitätsforschung mit Schwerpunkt Gender sowie die Ausarbeitung von Diversitätskonzepten im Kontext von Intersektionalität. Nach ihrem Bachelorabschluss in Political and Social Studies studierte sie im Masterstudiengang ‚Diversitätsmanagement, Religion und Bildung‘ an der Universität Würzburg. Neben ihrer hauptberuflichen Tätigkeit in der Denkfabrik ist sie als externe Dozentin für unterschiedliche Seminare in diesem Masterstudiengang tätig.

Was macht deine Arbeit (besonders) interessant?

"Es macht mir Spaß, das Thema auf so viele verschiedene Arten an unterschiedliche Leute heranzutragen. Das Spannende ist, mit Ideen und Methoden an manchen Stellen auf Anklang zu stoßen und an anderen mit einer ähnlichen Idee kläglich zu scheitern. Es geht vor allem darum, die Perspektive meines Gegenübers mit seinen Bedarfen zu verstehen und kreativ passende Konzepte zu entwickeln."

Henning Albers

Henning Albers

Geschäftsführer

Henning hat einen Abschluss als Diplombetriebswirt (FH) mit Schwerpunkten Logistik und Personalmanagement. Er verfügt über mehr als 15 Jahre Erfahrung in Human Resources in verschiedenen nationalen und internationalen generalistischen Führungsrollen mit Verantwortung für europäische und/oder asiatische Länder. Im Februar 2023 gründete er ALBERS ADVISORY, ein Beratungsunternehmen die umfassende und nachhaltige HR-Lösungen für Unternehmen schafft. Zum 01. Januar 2026 übernahm ALBERS ADVISORY die Denkfabrik Diversität.

Welche Rolle spielt Diversität in deinem Beratungsansatz?

"In dem wir als Brückenbauer verständlich machen, dass Menschen ihr volles Potential ausschöpfen wollen und dieses Potential ganz unterschiedlich und einzigartig ist, schaffen wir Möglichkeiten, wo es vorher vielleicht keine gab. Indem wir dabei helfen, dass Menschen mit ihrem ganzen Ich zur Arbeit kommen können, können sie sich entfalten und so zum langfristigen Erfolg von Unternehmungen beitragen. Verständnis schaffen, neue Perspektiven einbringen, den Menschen in den Mittelpunkt stellen und damit Win-Win Situationen entstehen lassen, treibt mich an."