LSBTQIA+/LGBTQIA+

Inhaltlich und in der Bedeutung gibt es keinen Unterschied zwischen LSBTQIA+ und LGBTQIA+. Die Reihenfolge der Buchstaben variiert lediglich zwischen der englischen und der deutschen Sprache. LGBTQIA+ ist die englische Variante und steht für: Lesbian, Gay, Bisexual, Transgender, Queer, Intersex, Asexual. Auch hier steht das +-Zeichen für die Anerkennung weiterer Identitäten.

Im folgenden Text wird die englische Schreibweise genutzt, da sie weltweit gebräuchlich ist und in Medien, sozialen Netzwerken und wissenschaftlichen Veröffentlichungen häufiger verwendet wird.

Inhalt

Warum ist LGBTQIA+ Sichtbarkeit und Akzeptanz wichtig?

Die Anerkennung und Akzeptanz der LGBTQIA+-Community ist wichtig für eine offene und vielfältige Gesellschaft, in der jeder Mensch respektiert und geschätzt wird. Viele LGBTQIA+-Personen erfahren jedoch weltweit Ausgrenzung und Diskriminierung aufgrund ihrer sexuellen Orientierung oder geschlechtlichen Identität. Eine offene und unterstützende Haltung stärkt das Wohlbefinden und die Sicherheit aller LGBTQIA+-Menschen und ermöglicht ihnen, frei zu leben und sich voll zu entfalten.

 

Die Rolle von LGBTQIA+ im Rahmen von Diversität und Inklusion

Diversität und Inklusion haben eine vielfältige Gesellschaft zum Ziel, in der alle Menschen unabhängig von ihrer Identität oder Orientierung willkommen sind. Diversität bezieht sich darauf, die verschiedenen Identitäten und Erfahrungen zu akzeptieren und wertzuschätzen. Inklusion stellt sicher, dass alle Menschen aktiv in das gesellschaftliche und berufliche Leben einbezogen werden und die gleichen Rechte und Chancen erhalten. LGBTQIA+ ist im D&I-Konzept eine zentrale Dimension, da es um die Gleichstellung und Wertschätzung von Menschen unabhängig von ihrer sexuellen Orientierung und geschlechtlichen Identität geht.

Eine wirksame D&I-Strategie baut Barrieren und Vorurteile ab und schafft ein Umfeld, in dem sich Menschen der LGBTQIA+-Community sicher und respektiert fühlen. Unternehmen und Organisationen können durch Schulungen und Sensibilisierungsprogramme das Bewusstsein und die Akzeptanz stärken, sodass LGBTQIA+-Personen sich am Arbeitsplatz und in öffentlichen Räumen frei bewegen und ohne Angst vor Diskriminierung teilhaben können.

 

Gesellschaftliche Veränderungen und rechtliche Rahmenbedingungen

In den letzten Jahrzehnten hat sich die gesellschaftliche Akzeptanz von LGBTQIA+-Menschen in vielen Ländern verbessert. Zahlreiche Staaten haben gesetzliche Maßnahmen ergriffen, um die Gleichstellung und den Schutz vor Diskriminierung für die LGBTQIA+-Community sicherzustellen. In Deutschland etwa wurde das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) erlassen, das Diskriminierung aufgrund der sexuellen Orientierung oder geschlechtlichen Identität verbietet. Auf internationaler Ebene setzt sich die UN-Menschenrechtscharta für die Rechte aller Menschen ein, unabhängig von Identität oder Orientierung.

Die LGBTQIA+-Community erfährt durch gesellschaftliche Veränderungen und neue Gesetze zunehmend Unterstützung und Sichtbarkeit. Dies zeigt sich in Pride-Veranstaltungen, Bildungsprogrammen und der stärkeren Darstellung in Medien und öffentlichen Institutionen. Trotz dieser Fortschritte gibt es weiterhin Herausforderungen, denn in vielen Ländern kämpfen LGBTQIA+-Menschen noch immer für gleiche Rechte und den Schutz vor Diskriminierung.

Beispiele für LGBTQIA+-Inklusion in der Praxis

  • Sichtbarkeit und Anerkennung: Viele Organisationen und Unternehmen unterstützen LGBTQIA+-Inklusion, indem sie die Pride-Flagge zeigen, Pride-Events fördern oder LGBTQIA+-Themen auf ihren Websites und in sozialen Medien sichtbar machen. Dadurch wird das Bewusstsein für Vielfalt in der Gesellschaft gestärkt.
  • Richtlinien gegen Diskriminierung: Viele Unternehmen haben klare Richtlinien, die Diskriminierung wegen sexueller Orientierung oder geschlechtlicher Identität ausdrücklich untersagen. Diese Maßnahmen schützen und respektieren alle Mitarbeiter*innen und schaffen ein inklusives Arbeitsumfeld.
  • Schulungen und Sensibilisierung: Programme zur Vielfalt und Inklusion, die auch LGBTQIA+-Themen abdecken, fördern den Abbau von Vorurteilen und unterstützen eine Kultur des Respekts.
  • Unterstützungsnetzwerke: Viele Unternehmen und Institutionen bieten LGBTQIA+-Mitarbeiter*innen Zugang zu Netzwerken oder speziellen Gruppen, die den Austausch fördern und ein unterstützendes Gemeinschaftsgefühl schaffen.

Lesen Sie auch gerne passend zu dem Thema unseren Blogartikel: „LGBTQIA+-freundliche Unternehmen und Unterstützungsangebote“

Fazit Die Anerkennung und Inklusion der LGBTQIA+-Community sind essenziell für eine respektvolle und vielfältige Gesellschaft. Damit wird signalisiert, dass Unterschiede anerkannt und Gleichberechtigung gefördert wird. Durch gezielte LGBTQIA+-Inklusionsmaßnahmen tragen Unternehmen und Institutionen dazu bei, eine Gesellschaft zu schaffen, in der alle Menschen unabhängig von ihrer Identität ohne Angst vor Diskriminierung leben können. LGBTQIA+-Inklusion ist daher nicht nur eine Frage der Gleichstellung, sondern auch ein wichtiges Zeichen für ein offenes und modernes Miteinander.

Mathilde Berhault

Antonia Geßlein

Junior Consultant

Ich habe Integrative Gesundheitsförderung studiert und absolviere aktuell meinen Master in Diversitätsmanagement. In meiner Arbeit verbinde ich wissenschaftliche Erkenntnisse mit einer Diversity-Perspektive, um Strukturen und Prozesse inklusiver und zugänglicher zu gestalten. Mir ist wichtig, komplexe Themen verständlich zu vermitteln und praxisnahe Lösungen zu entwickeln, die Menschen und Organisationen gleichermaßen weiterbringen.

Was bedeutet Vielfalt für dich im Arbeitskontext?

"Mich motiviert die Frage, wie Organisationen Rahmenbedingungen schaffen können, in denen unterschiedliche Menschen wirklich gleiche Chancen haben. Fairness bedeutet für mich, strukturelle Barrieren zu erkennen und Entscheidungen so zu gestalten, dass sie transparent, gerecht und für alle zugänglich sind. Gleichzeitig gehört dazu, dass sich Menschen sicher, respektiert und gesund fühlen können."

Pauline Thurn

Pauline Thurn

Senior Consultant

Pauline verfügt über einen Hintergrund in Politikwissenschaft, Soziologie und Diversitätsmanagement. Ihre Masterarbeit im Diversity Controlling hat ihre Perspektive auf Vielfalt in Organisationen geprägt.
Seitdem arbeitet sie an der Schnittstelle von Recruiting und Diversity und legt großen Wert auf faire, transparente und chancengerechte Prozesse. In D&I-Workshops verbindet sie Praxiswissen mit einer
fundierten Diversity-Perspektive.

Was bedeutet Diversität für dich in der Zusammenarbeit mit Menschen?

Diversität bedeutet für mich, Menschen in ihrer ganzen Individualität wahrzunehmen und ihnen mit echter Offenheit, Unvoreingenommenheit und ehrlichem Interesse zu begegnen.
Ich finde es wichtig, unterschiedliche Lebenswege und Hintergründe nicht zu bewerten, sondern wertzuschätzen – gerade dann, wenn sie von gängigen Normen abweichen. Mich treibt an, Barrieren sichtbar zu machen und Räume zu schaffen, in denen unterschiedliche Perspektiven ernst genommen und respektiert werden. Vielfalt zu fördern und zu leben ist für mich vor allem eine Haltung: aktives Zuhören, Verstehen und gemeinsam wachsen.

Catharina Crasser

Catharina Crasser

Lead Consultant

Catharina Crasser ist Senior Beraterin und Mitgründerin von D² – Denkfabrik Diversität. Ihre Expertise umfasst die aktuelle Diversitätsforschung mit Schwerpunkt Gender sowie die Ausarbeitung von Diversitätskonzepten im Kontext von Intersektionalität. Nach ihrem Bachelorabschluss in Political and Social Studies studierte sie im Masterstudiengang ‚Diversitätsmanagement, Religion und Bildung‘ an der Universität Würzburg. Neben ihrer hauptberuflichen Tätigkeit in der Denkfabrik ist sie als externe Dozentin für unterschiedliche Seminare in diesem Masterstudiengang tätig.

Was macht deine Arbeit (besonders) interessant?

"Es macht mir Spaß, das Thema auf so viele verschiedene Arten an unterschiedliche Leute heranzutragen. Das Spannende ist, mit Ideen und Methoden an manchen Stellen auf Anklang zu stoßen und an anderen mit einer ähnlichen Idee kläglich zu scheitern. Es geht vor allem darum, die Perspektive meines Gegenübers mit seinen Bedarfen zu verstehen und kreativ passende Konzepte zu entwickeln."

Henning Albers

Henning Albers

Geschäftsführer

Henning hat einen Abschluss als Diplombetriebswirt (FH) mit Schwerpunkten Logistik und Personalmanagement. Er verfügt über mehr als 15 Jahre Erfahrung in Human Resources in verschiedenen nationalen und internationalen generalistischen Führungsrollen mit Verantwortung für europäische und/oder asiatische Länder. Im Februar 2023 gründete er ALBERS ADVISORY, ein Beratungsunternehmen die umfassende und nachhaltige HR-Lösungen für Unternehmen schafft. Zum 01. Januar 2026 übernahm ALBERS ADVISORY die Denkfabrik Diversität.

Welche Rolle spielt Diversität in deinem Beratungsansatz?

"In dem wir als Brückenbauer verständlich machen, dass Menschen ihr volles Potential ausschöpfen wollen und dieses Potential ganz unterschiedlich und einzigartig ist, schaffen wir Möglichkeiten, wo es vorher vielleicht keine gab. Indem wir dabei helfen, dass Menschen mit ihrem ganzen Ich zur Arbeit kommen können, können sie sich entfalten und so zum langfristigen Erfolg von Unternehmungen beitragen. Verständnis schaffen, neue Perspektiven einbringen, den Menschen in den Mittelpunkt stellen und damit Win-Win Situationen entstehen lassen, treibt mich an."