PDCA-Zyklus

Der PDCA-Zyklus beschreibt ein vierstufiges Modell zur kontinuierlichen Verbesserung von Prozessen, Strukturen oder Produkten. Die Abkürzung steht für Plan (Planen) – Do (Umsetzen) – Check (Überprüfen) – Act (Handeln). Ziel des Modells ist es, Veränderungen schrittweise und überprüfbar umzusetzen. Ursprünglich im Qualitätsmanagement eingesetzt, wird der PDCA-Zyklus heute in vielen Bereichen genutzt, z. B. in der Organisationsentwicklung, im Projektmanagement oder in Diversity-Strategien. Er ermöglicht es, aus Erfahrungen zu lernen und Prozesse nachhaltig weiterzuentwickeln.

Inhalt

Gesellschaftliche Bedeutung und Entwicklung des PDCA-Prinzips

Der PDCA-Zyklus hat seinen Ursprung im Qualitätsmanagement der Industrie, insbesondere in der japanischen Produktionskultur der Nachkriegszeit (Kaizen-Prinzip). William Edwards Deming, ein US-amerikanischer Statistiker, prägte das Modell maßgeblich. Heute wird es nicht nur in der Wirtschaft, sondern auch in Bildung, Verwaltung und sozialen Organisationen eingesetzt.

Im gesellschaftlichen Kontext zeigt sich der Wert des PDCA-Zyklus besonders bei langfristigen Veränderungsprozessen wie der Förderung von Diversität und Inklusion. Anstatt punktuelle Maßnahmen durchzuführen, wird ein Rahmen geschaffen, um Erfolge messbar zu machen und Anpassungen kontinuierlich vorzunehmen. Das Modell fördert eine Lernkultur und hilft, komplexe Herausforderungen systematisch zu bewältigen.

Phasen des PDCA-Zyklus

Der Zyklus besteht aus vier aufeinanderfolgenden Schritten:

  • Plan (Planen): Herausforderungen oder Verbesserungspotenziale erkennen und Maßnahmen konzipieren. Ziele und Messgrößen werden definiert.
  • Do (Durchführen): Die Maßnahmen werden im kleinen Maßstab umgesetzt, meist in einer Pilotphase.
  • Check (Überprüfen): Die Ergebnisse der Maßnahme werden anhand der vorher definierten Ziele ausgewertet. Was hat funktioniert? Was nicht?
  • Act (Handeln): Auf Basis der Ergebnisse werden Maßnahmen angepasst oder dauerhaft eingeführt. Danach beginnt der Zyklus von vorn – kontinuierliche Verbesserung entsteht.

Das iterative Vorgehen ermöglicht es, Veränderungen schrittweise und datenbasiert umzusetzen. Fehler oder unerwünschte Effekte können frühzeitig erkannt und korrigiert werden.

Zwei Beispiele für die Anwendung des PDCA-Zyklus

Interne Kommunikation verbessern

In einem Unternehmen wird festgestellt, dass die interne Kommunikation nicht ausreichend funktioniert.

Plan: Eine wöchentliche Projektübersicht per Newsletter wird geplant.
Do: In zwei Pilotabteilungen wird der Newsletter vier Wochen lang getestet.
Check: Eine Mitarbeitendenbefragung zeigt: Der Newsletter wird geschätzt, aber als zu umfangreich empfunden.
Act: Der Newsletter wird überarbeitet und unternehmensweit in einer kürzeren Version eingeführt.

Diversität in Führung erhöhen

Eine Organisation stellt fest, dass Frauen und Personen mit Migrationsgeschichte in Führungspositionen unterrepräsentiert sind.

Plan: Es wird ein Mentoringprogramm für diese Zielgruppen konzipiert.
Do: Das erste Team startet mit zehn Teilnehmenden.
Check: Die Evaluation zeigt positive Rückmeldungen, aber zu wenig strukturelle Veränderungen.
Act: Das Programm wird angepasst und mit klaren Zielvereinbarungen und anschließenden Entwicklungsgesprächen verknüpft.

Fazit Der PDCA-Zyklus ist ein praxisnahes Modell zur strukturierten Umsetzung und Überprüfung von Veränderungen. Er unterstützt Organisationen dabei, wirksame Maßnahmen zu entwickeln, zu evaluieren und kontinuierlich zu verbessern. Durch seinen zyklischen Aufbau eignet er sich besonders für komplexe, langfristige Prozesse, etwa im Bereich Vielfalt und Organisationskultur. Der Ansatz schafft Transparenz, fördert Lernprozesse und trägt dazu bei, Qualität und Wirksamkeit nachhaltig zu steigern.

Unsere Workshops bieten praxisnahe Impulse und konkrete Werkzeuge, um Inklusion aktiv zu fördern und gemeinsam nachhaltige Veränderung anzustoßen. Hier Workshop buchen.

Mathilde Berhault

Antonia Geßlein

Junior Consultant

Ich habe Integrative Gesundheitsförderung studiert und absolviere aktuell meinen Master in Diversitätsmanagement. In meiner Arbeit verbinde ich wissenschaftliche Erkenntnisse mit einer Diversity-Perspektive, um Strukturen und Prozesse inklusiver und zugänglicher zu gestalten. Mir ist wichtig, komplexe Themen verständlich zu vermitteln und praxisnahe Lösungen zu entwickeln, die Menschen und Organisationen gleichermaßen weiterbringen.

Was bedeutet Vielfalt für dich im Arbeitskontext?

"Mich motiviert die Frage, wie Organisationen Rahmenbedingungen schaffen können, in denen unterschiedliche Menschen wirklich gleiche Chancen haben. Fairness bedeutet für mich, strukturelle Barrieren zu erkennen und Entscheidungen so zu gestalten, dass sie transparent, gerecht und für alle zugänglich sind. Gleichzeitig gehört dazu, dass sich Menschen sicher, respektiert und gesund fühlen können."

Pauline Thurn

Pauline Thurn

Senior Consultant

Pauline verfügt über einen Hintergrund in Politikwissenschaft, Soziologie und Diversitätsmanagement. Ihre Masterarbeit im Diversity Controlling hat ihre Perspektive auf Vielfalt in Organisationen geprägt.
Seitdem arbeitet sie an der Schnittstelle von Recruiting und Diversity und legt großen Wert auf faire, transparente und chancengerechte Prozesse. In D&I-Workshops verbindet sie Praxiswissen mit einer
fundierten Diversity-Perspektive.

Was bedeutet Diversität für dich in der Zusammenarbeit mit Menschen?

Diversität bedeutet für mich, Menschen in ihrer ganzen Individualität wahrzunehmen und ihnen mit echter Offenheit, Unvoreingenommenheit und ehrlichem Interesse zu begegnen.
Ich finde es wichtig, unterschiedliche Lebenswege und Hintergründe nicht zu bewerten, sondern wertzuschätzen – gerade dann, wenn sie von gängigen Normen abweichen. Mich treibt an, Barrieren sichtbar zu machen und Räume zu schaffen, in denen unterschiedliche Perspektiven ernst genommen und respektiert werden. Vielfalt zu fördern und zu leben ist für mich vor allem eine Haltung: aktives Zuhören, Verstehen und gemeinsam wachsen.

Catharina Crasser

Catharina Crasser

Lead Consultant

Catharina Crasser ist Lead Consultant bei D² - Denkfabrik Diversität. Ihre Expertise umfasst die aktuelle Diversitätsforschung mit Schwerpunkt Gender sowie die Ausarbeitung von Diversitätskonzepten im Kontext von Intersektionalität. Nach ihrem Bachelorabschluss in Political and Social Studies studierte sie im Masterstudiengang ‚Diversitätsmanagement, Religion und Bildung‘ an der Universität Würzburg. Neben ihrer hauptberuflichen Tätigkeit in der Denkfabrik ist sie als externe Dozentin für unterschiedliche Seminare in diesem Masterstudiengang tätig.

Was macht deine Arbeit (besonders) interessant?

"Es macht mir Spaß, das Thema auf so viele verschiedene Arten an unterschiedliche Leute heranzutragen. Das Spannende ist, mit Ideen und Methoden an manchen Stellen auf Anklang zu stoßen und an anderen mit einer ähnlichen Idee kläglich zu scheitern. Es geht vor allem darum, die Perspektive meines Gegenübers mit seinen Bedarfen zu verstehen und kreativ passende Konzepte zu entwickeln."

Henning Albers

Henning Albers

Geschäftsführer

Henning hat einen Abschluss als Diplombetriebswirt (FH) mit Schwerpunkten Logistik und Personalmanagement. Er verfügt über mehr als 15 Jahre Erfahrung in Human Resources in verschiedenen nationalen und internationalen generalistischen Führungsrollen mit Verantwortung für europäische und/oder asiatische Länder. Im Februar 2023 gründete er ALBERS ADVISORY, ein Beratungsunternehmen die umfassende und nachhaltige HR-Lösungen für Unternehmen schafft. Zum 01. Januar 2026 übernahm ALBERS ADVISORY die Denkfabrik Diversität.

Welche Rolle spielt Diversität in deinem Beratungsansatz?

"In dem wir als Brückenbauer verständlich machen, dass Menschen ihr volles Potential ausschöpfen wollen und dieses Potential ganz unterschiedlich und einzigartig ist, schaffen wir Möglichkeiten, wo es vorher vielleicht keine gab. Indem wir dabei helfen, dass Menschen mit ihrem ganzen Ich zur Arbeit kommen können, können sie sich entfalten und so zum langfristigen Erfolg von Unternehmungen beitragen. Verständnis schaffen, neue Perspektiven einbringen, den Menschen in den Mittelpunkt stellen und damit Win-Win Situationen entstehen lassen, treibt mich an."