4. Dezember 2023

Julien Bobineau gewinnt Science Slam in Heidelberg

Abschlussfoto vom Science Slam in Heidelberg. Zu sehen sind die Teilnehmer:innen, die im vorderen Bereich der ausgeleuchteten Bühne des Kulturbahnhofs stehen, in folgender Reihenfolge von links: Dr. Julien Bobineau, Moderator Rainer Holl, Franziska Zmatlik, Florian Dinger, Prof. Dr. Martin Giese, Lalith Sharan Gururaj.
Diversität und Inklusion (D&I) sind heute entscheidende Erfolgsfaktoren für Unternehmen. Aber wie lässt sich Vielfalt nicht nur fördern, sondern auch nachhaltig und messbar in die Unternehmenskultur integrieren? Die DIN ISO 30415 Personalmanagement – Diversity & Inclusion bietet einen strukturierten Rahmen, um Chancengleichheit und Inklusion erfolgreich zu verankern. In diesem Artikel erklären wir, was der DIN ISO 30415 Standard umfasst, wie er in die Praxis umgesetzt wird und geben praxisorientierte Tipps für den Einstieg.

Inhalt

Forschungsprojekt zu Racial Profiling

Im Rahmen seines zehnminütigen Vortrages stellte der Kulturwissenschaftler Bobineau sein Habilitationsprojekt zu Rassismus bei der Polizei vor, das er seit diesem Jahr gemeinsam mit dem Polizeipräsidium Unterfranken und der polizeiinternen AG „Prävention innerhalb der Organisation gegen Extremismus“ (PRIOX) durchführt. In qualitativen Interviews mit der unterfränkischen Behördenleitung und Dienstgruppen aus dem Landkreis Würzburg will Bobineau die Haltung der Organisation zu Racial Profiling analysieren. Racial Profiling ist ein rassistisches und grundsätzlich rechtswidriges Vorgehen, bei dem Menschen nur aufgrund äußerlicher Merkmale wie Hautfarbe, Religion oder ethnischen Zuschreibungen von der Polizei kontrolliert, durchsucht, festgenommen oder befragt werden. Das Ziel der Studie, die wissenschaftlich im Fachbereich Interkulturelle Wirtschaftskommunikation (IWK) der Friedrich-Schiller-Universität Jena angesiedelt ist, umfasst die Entwicklung eines interkulturellen Fortbildungsmoduls, das für Racial Profiling sensibilisieren soll, die berufsspezifischen Bedingungen der Polizei berücksichtigt (z.B. Schichtdienst, Hierarchie, Heterogenitätskultur) und Polizist:innen zu mehr Handlungssicherheit verhelfen soll.

Weitere spannende Vorträge zu verschiedenen Themen

Neben Bobineau traten in Heidelberg noch vier weitere Slammer:innen auf, die gemeinsam mit Moderator Rainer Holl den erkenntnisreichen und zugleich unterhaltsamen Abend gestalteten. Der PhD-Kandidat Lalith Sharan Gururaj (Computer Assisted Surgeries/Heidelberg) erläuterte in seinem Vortrag „How to Cure a Heartache“ ein von seiner Forschungsgruppe entwickeltes Verfahren zu Simulation von Herzwandoperationen, ehe Martin Giese (Behindertenpädagogik/Heidelberg) mit „Bildung für Blinde? Ist doch behindert“ von einem Forschungsprojekt zur Verbesserung der Schulbildung für Menschen mit Sehbehinderung berichtete. In „Licht, Luft und Liebe – Eine Ernährungsberatung für die Zukunft“ legte Florian Dinger (Physik/Heidelberg) dar, wie die Menschheit energiereiche Nahrung künftig in viel effizienterer Weise herstellen können wird, als dies bisher der Fall ist. Franziska Zmatlik (Psychologie/Mainz) untersuchte in ihrer Masterarbeit verschiedene „Faktoren des Glücks“ und referierte dabei über den Einfluss von Sinn, Geld und sozialem Engagement auf das menschliche Glücksempfinden.

Mehr Informationen zum Science Slam: https://www.science-slam.com/

Mathilde Berhault

Antonia Geßlein

Junior Consultant

Ich habe Integrative Gesundheitsförderung studiert und absolviere aktuell meinen Master in Diversitätsmanagement. In meiner Arbeit verbinde ich wissenschaftliche Erkenntnisse mit einer Diversity-Perspektive, um Strukturen und Prozesse inklusiver und zugänglicher zu gestalten. Mir ist wichtig, komplexe Themen verständlich zu vermitteln und praxisnahe Lösungen zu entwickeln, die Menschen und Organisationen gleichermaßen weiterbringen.

Was bedeutet Vielfalt für dich im Arbeitskontext?

"Mich motiviert die Frage, wie Organisationen Rahmenbedingungen schaffen können, in denen unterschiedliche Menschen wirklich gleiche Chancen haben. Fairness bedeutet für mich, strukturelle Barrieren zu erkennen und Entscheidungen so zu gestalten, dass sie transparent, gerecht und für alle zugänglich sind. Gleichzeitig gehört dazu, dass sich Menschen sicher, respektiert und gesund fühlen können."

Pauline Thurn

Pauline Thurn

Senior Consultant

Pauline verfügt über einen Hintergrund in Politikwissenschaft, Soziologie und Diversitätsmanagement. Ihre Masterarbeit im Diversity Controlling hat ihre Perspektive auf Vielfalt in Organisationen geprägt.
Seitdem arbeitet sie an der Schnittstelle von Recruiting und Diversity und legt großen Wert auf faire, transparente und chancengerechte Prozesse. In D&I-Workshops verbindet sie Praxiswissen mit einer
fundierten Diversity-Perspektive.

Was bedeutet Diversität für dich in der Zusammenarbeit mit Menschen?

Diversität bedeutet für mich, Menschen in ihrer ganzen Individualität wahrzunehmen und ihnen mit echter Offenheit, Unvoreingenommenheit und ehrlichem Interesse zu begegnen.
Ich finde es wichtig, unterschiedliche Lebenswege und Hintergründe nicht zu bewerten, sondern wertzuschätzen – gerade dann, wenn sie von gängigen Normen abweichen. Mich treibt an, Barrieren sichtbar zu machen und Räume zu schaffen, in denen unterschiedliche Perspektiven ernst genommen und respektiert werden. Vielfalt zu fördern und zu leben ist für mich vor allem eine Haltung: aktives Zuhören, Verstehen und gemeinsam wachsen.

Catharina Crasser

Catharina Crasser

Lead Consultant

Catharina Crasser ist Senior Beraterin und Mitgründerin von D² – Denkfabrik Diversität. Ihre Expertise umfasst die aktuelle Diversitätsforschung mit Schwerpunkt Gender sowie die Ausarbeitung von Diversitätskonzepten im Kontext von Intersektionalität. Nach ihrem Bachelorabschluss in Political and Social Studies studierte sie im Masterstudiengang ‚Diversitätsmanagement, Religion und Bildung‘ an der Universität Würzburg. Neben ihrer hauptberuflichen Tätigkeit in der Denkfabrik ist sie als externe Dozentin für unterschiedliche Seminare in diesem Masterstudiengang tätig.

Was macht deine Arbeit (besonders) interessant?

"Es macht mir Spaß, das Thema auf so viele verschiedene Arten an unterschiedliche Leute heranzutragen. Das Spannende ist, mit Ideen und Methoden an manchen Stellen auf Anklang zu stoßen und an anderen mit einer ähnlichen Idee kläglich zu scheitern. Es geht vor allem darum, die Perspektive meines Gegenübers mit seinen Bedarfen zu verstehen und kreativ passende Konzepte zu entwickeln."

Henning Albers

Henning Albers

Geschäftsführer

Henning hat einen Abschluss als Diplombetriebswirt (FH) mit Schwerpunkten Logistik und Personalmanagement. Er verfügt über mehr als 15 Jahre Erfahrung in Human Resources in verschiedenen nationalen und internationalen generalistischen Führungsrollen mit Verantwortung für europäische und/oder asiatische Länder. Im Februar 2023 gründete er ALBERS ADVISORY, ein Beratungsunternehmen die umfassende und nachhaltige HR-Lösungen für Unternehmen schafft. Zum 01. Januar 2026 übernahm ALBERS ADVISORY die Denkfabrik Diversität.

Welche Rolle spielt Diversität in deinem Beratungsansatz?

"In dem wir als Brückenbauer verständlich machen, dass Menschen ihr volles Potential ausschöpfen wollen und dieses Potential ganz unterschiedlich und einzigartig ist, schaffen wir Möglichkeiten, wo es vorher vielleicht keine gab. Indem wir dabei helfen, dass Menschen mit ihrem ganzen Ich zur Arbeit kommen können, können sie sich entfalten und so zum langfristigen Erfolg von Unternehmungen beitragen. Verständnis schaffen, neue Perspektiven einbringen, den Menschen in den Mittelpunkt stellen und damit Win-Win Situationen entstehen lassen, treibt mich an."