15. Januar 2025

Diversität messbar machen: KPIs für erfolgreiche D&I-Initiativen

Ein IPad mit Grafiken wird von zwei Personen in professioneller Kleidung genutzt.
In der heutigen Arbeitswelt sind Programme zur Förderung von Diversität und Inklusion (D&I) zunehmend notwendig. Doch um ihre Wirksamkeit zu messen, braucht es klare Kennzahlen. Key Performance Indicators (KPIs) sind hier das zentrale Instrument, um den Erfolg der D&I-Initiative zu beurteilen und Verbesserungen gezielt zu steuern. Dieser Artikel beleuchtet die Relevanz von KPIs für D&I, stellt wichtige Kennzahlen für die Big 6 und Big 7 vor und zeigt, wie diese analysiert werden können.

Inhalt

KPIs – Das Fundament für D&I-Erfolg

KPIs sind mehr als nur Zahlen: Sie machen Fortschritte messbar und stärken die Unternehmenskultur. Ein durchdachtes KPI-Framework liefert Transparenz, gibt Einblicke in den Diversitätsstatus und ermöglicht realistische Zielsetzungen. Ohne KPIs bleiben D&I-Strategien oft symbolisch, während klare Kennzahlen konkrete Erfolge sichtbar machen. Ein Beispiel ist das Geschlechterverhältnis in Führungspositionen oder die Einbindung diverser Gruppen in Schlüsselprojekte. Regelmäßige Messungen stellen sicher, dass Maßnahmen wirken und flexibel angepasst werden können. KPIs schaffen Vertrauen und machen D&I zu einem langfristigen Erfolgsfaktor.

Die Big 6 und Big 7: Dimensionen der Vielfalt

Um Diversität auf breiter Basis zu messen, greifen viele Unternehmen auf die sogenannten „Big 6“ oder „Big 7“ zurück. Diese Dimensionen decken die wichtigsten Aspekte von Diversität ab, die sowohl für die Gesellschaft als auch für das Unternehmen von Bedeutung sind:

  • Geschlecht: Anteil von Frauen, Männern und nicht-binären Personen in der Belegschaft, insbesondere in Führungspositionen
  • Ethnische Herkunft & Nationalität: Vielfalt der kulturellen und ethnischen Hintergründe unter den Mitarbeitenden
  • Alter: Altersstruktur im Unternehmen, mit besonderem Augenmerk auf die Vielfalt der Generationen
  • Behinderung: Anteil von Mitarbeitenden mit körperlichen oder geistigen Einschränkungen sowie die Schaffung barrierefreier Arbeitsplätze
  • Sexuelle Identität: Inklusion und Unterstützung von LGBTQ+-Mitarbeitenden
  • Religion und Weltanschauung: Anerkennung und Respektierung unterschiedlicher religiöser und spiritueller Überzeugungen

Die Big 7 erweitern das Spektrum der Diversitätsmessung, indem zusätzlich die ssoziale Herkunft berücksichtigt wird, was eine noch tiefere und umfassendere Betrachtung von Diversität ermöglicht.

Durch die Analyse dieser Dimensionen können Unternehmen gezielte Maßnahmen entwickeln, um unterrepräsentierte Gruppen zu unterstützen und eine ausgewogene und umfassende Diversitätsstrategie zu schaffen.

Methoden zur Analyse von D&I-KPIs

Die Erfassung und Auswertung von KPIs erfordert strukturierte und durchdachte Methoden. Folgende Ansätze haben sich in der Vergangenheit bewährt, um die Diversität im Unternehmen messbar zu machen:

  • Befragungen der Mitarbeitenden: Anonyme Umfragen bieten wertvolle Einblicke in die Wahrnehmung von Inklusion und helfen dabei, Bereiche mit Verbesserungsbedarf zu identifizieren. Fragen können sich auf das Zugehörigkeitsgefühl, den Umgang mit Vielfalt oder das Vertrauen in die Unternehmenspolitik beziehen.
  • HR-Datenanalyse: Personalabteilungen können interne Daten analysieren, um wichtige Kennzahlen wie Geschlechterverteilung, Altersstruktur oder Fluktuationsraten innerhalb unterschiedlicher Mitarbeitergruppen zu ermitteln.
  • Diversity-Audits: Externe Audits prüfen, wie gut Diversity und Inklusion in den Unternehmensstrukturen, -prozessen und der Kultur verankert sind. Diese Audits liefern sowohl qualitative als auch quantitative Daten und bieten so einen umfassenden Überblick.
  • Benchmarks: Der Vergleich mit branchenspezifischen Standards oder anderen Unternehmen ermöglicht es, die eigene Leistung zu bewerten und bewährte Praktiken zu übernehmen.
  • Feedback-Runden: Workshops oder Fokusgruppen mit Mitarbeitenden geben wertvolle Einblicke in die Wirkung von D&I-Maßnahmen und helfen, frühzeitig Trends zu erkennen. Mit einem strukturierten Monitoring können Unternehmen Schwächen identifizieren, Fortschritte sichtbar machen und den Nutzen von D&I klar vermitteln.

D&I-Daten einfach messen: Digitale Tools

Um die Erfolgskontrolle von D&I-Maßnahmen zu optimieren, setzen viele Unternehmen auf digitale Werkzeuge wie unseren Diversity Navigator. Dieses Tool bietet eine strukturierte Unterstützung in mehreren Bereichen der D&I-Analyse:

Bedarfsanalyse: Der Diversity Navigator hilft Unternehmen, den aktuellen D&I-Status zu analysieren, gezielte Maßnahmen zu planen und den Erfolg systematisch zu überwachen. Er erleichtert D&I-Teams die Effizienz bei der Fortschrittskontrolle und verdeutlicht die Bedeutung messbarer Erfolge für das gesamte Unternehmen.

Maßnahmenplanung: Auf Basis der ermittelten Daten unterstützt das Tool bei der Entwicklung von gezielten Strategien und deren Priorisierung.

Erfolgskontrolle: Das Tool bietet integrierte Funktionen zur Analyse und visualisiert Fortschritte, indem regelmäßig Berichte erstellt werden, die den Erfolg von D&I-Initiativen messbar machen.

Fazit Diversität messbar zu machen, ist ein zentraler Schritt, um D&I-Initiativen langfristig erfolgreich zu gestalten. KPIs bieten Transparenz, fördern Zielorientierung und sichern die Nachhaltigkeit von Maßnahmen. Mit den Big 6 bzw. Big 7 stehen Unternehmen umfassende Dimensionen zur Verfügung, um Diversität strukturiert zu erfassen. Methoden wie Befragungen der Mitarbeitenden oder Audits liefern die Grundlage für fundierte Analysen.

Der Diversity Navigator hilft Unternehmen, den aktuellen D&I-Status zu analysieren, gezielte Maßnahmen zu planen und den Erfolg systematisch zu überwachen. Er erleichtert D&I-Teams die Effizienz bei der Fortschrittskontrolle und verdeutlicht die Bedeutung messbarer Erfolge für das gesamte Unternehmen.

Entdecken Sie, wie der Diversity Navigator Ihre D&I-Messung revolutionieren kann. Vereinbaren Sie noch heute einen unverbindlichen Termin und erfahren Sie, wie Sie Diversität in Ihrem Unternehmen effizient messen können. Die Expert:innen von D² – Denkfabrik Diversität unterstützen Sie gerne dabei und stellen Ihnen den Diversity Navigator in einer Live-Demo vor.

Mathilde Berhault

Antonia Geßlein

Junior Consultant

Ich habe Integrative Gesundheitsförderung studiert und absolviere aktuell meinen Master in Diversitätsmanagement. In meiner Arbeit verbinde ich wissenschaftliche Erkenntnisse mit einer Diversity-Perspektive, um Strukturen und Prozesse inklusiver und zugänglicher zu gestalten. Mir ist wichtig, komplexe Themen verständlich zu vermitteln und praxisnahe Lösungen zu entwickeln, die Menschen und Organisationen gleichermaßen weiterbringen.

Was bedeutet Vielfalt für dich im Arbeitskontext?

"Mich motiviert die Frage, wie Organisationen Rahmenbedingungen schaffen können, in denen unterschiedliche Menschen wirklich gleiche Chancen haben. Fairness bedeutet für mich, strukturelle Barrieren zu erkennen und Entscheidungen so zu gestalten, dass sie transparent, gerecht und für alle zugänglich sind. Gleichzeitig gehört dazu, dass sich Menschen sicher, respektiert und gesund fühlen können."

Pauline Thurn

Pauline Thurn

Senior Consultant

Pauline verfügt über einen Hintergrund in Politikwissenschaft, Soziologie und Diversitätsmanagement. Ihre Masterarbeit im Diversity Controlling hat ihre Perspektive auf Vielfalt in Organisationen geprägt.
Seitdem arbeitet sie an der Schnittstelle von Recruiting und Diversity und legt großen Wert auf faire, transparente und chancengerechte Prozesse. In D&I-Workshops verbindet sie Praxiswissen mit einer
fundierten Diversity-Perspektive.

Was bedeutet Diversität für dich in der Zusammenarbeit mit Menschen?

Diversität bedeutet für mich, Menschen in ihrer ganzen Individualität wahrzunehmen und ihnen mit echter Offenheit, Unvoreingenommenheit und ehrlichem Interesse zu begegnen.
Ich finde es wichtig, unterschiedliche Lebenswege und Hintergründe nicht zu bewerten, sondern wertzuschätzen – gerade dann, wenn sie von gängigen Normen abweichen. Mich treibt an, Barrieren sichtbar zu machen und Räume zu schaffen, in denen unterschiedliche Perspektiven ernst genommen und respektiert werden. Vielfalt zu fördern und zu leben ist für mich vor allem eine Haltung: aktives Zuhören, Verstehen und gemeinsam wachsen.

Catharina Crasser

Catharina Crasser

Lead Consultant

Catharina Crasser ist Senior Beraterin und Mitgründerin von D² – Denkfabrik Diversität. Ihre Expertise umfasst die aktuelle Diversitätsforschung mit Schwerpunkt Gender sowie die Ausarbeitung von Diversitätskonzepten im Kontext von Intersektionalität. Nach ihrem Bachelorabschluss in Political and Social Studies studierte sie im Masterstudiengang ‚Diversitätsmanagement, Religion und Bildung‘ an der Universität Würzburg. Neben ihrer hauptberuflichen Tätigkeit in der Denkfabrik ist sie als externe Dozentin für unterschiedliche Seminare in diesem Masterstudiengang tätig.

Was macht deine Arbeit (besonders) interessant?

"Es macht mir Spaß, das Thema auf so viele verschiedene Arten an unterschiedliche Leute heranzutragen. Das Spannende ist, mit Ideen und Methoden an manchen Stellen auf Anklang zu stoßen und an anderen mit einer ähnlichen Idee kläglich zu scheitern. Es geht vor allem darum, die Perspektive meines Gegenübers mit seinen Bedarfen zu verstehen und kreativ passende Konzepte zu entwickeln."

Henning Albers

Henning Albers

Geschäftsführer

Henning hat einen Abschluss als Diplombetriebswirt (FH) mit Schwerpunkten Logistik und Personalmanagement. Er verfügt über mehr als 15 Jahre Erfahrung in Human Resources in verschiedenen nationalen und internationalen generalistischen Führungsrollen mit Verantwortung für europäische und/oder asiatische Länder. Im Februar 2023 gründete er ALBERS ADVISORY, ein Beratungsunternehmen die umfassende und nachhaltige HR-Lösungen für Unternehmen schafft. Zum 01. Januar 2026 übernahm ALBERS ADVISORY die Denkfabrik Diversität.

Welche Rolle spielt Diversität in deinem Beratungsansatz?

"In dem wir als Brückenbauer verständlich machen, dass Menschen ihr volles Potential ausschöpfen wollen und dieses Potential ganz unterschiedlich und einzigartig ist, schaffen wir Möglichkeiten, wo es vorher vielleicht keine gab. Indem wir dabei helfen, dass Menschen mit ihrem ganzen Ich zur Arbeit kommen können, können sie sich entfalten und so zum langfristigen Erfolg von Unternehmungen beitragen. Verständnis schaffen, neue Perspektiven einbringen, den Menschen in den Mittelpunkt stellen und damit Win-Win Situationen entstehen lassen, treibt mich an."